Erfahrungsbericht Liposuktion der Oberschenkel (Reiterhosen)

Regina S., Leipzig

Ich hatte mich dazu entschieden, an meinen Oberschenkeln eine Liposuktion durchführen zu lassen, da auch ein intensives Sportprogramm keine Besserung der überflüssigen Fettansammlung in dem Bereich (so genannte Reiterhosen) zur Folge hatte. Ich informierte mich zunächst via Internet über Orte und Preise für die Operation und entschied mich auf Grund eines für mich zufriedenstellenden Preis-Leistungs-Verhältnisses für eine private Klinik in Hamburg. Für beide Oberschenkel, bei denen jeweils die Außenseite behandelt wurde, zahlte ich zusammen 2400 Euro. Da die Operation keine medizinische Notwendigkeit darstellt, sondern zu den ästhetischen Schönheitsoperationen zählt, erfolgt natürlich keine Kostenerstattung durch die Krankenkasse. Ich wurde darauf hingewiesen, dass auch im Fall einer eventuellen Folgeerkrankung, beispielsweise einer Wundheilungsstörung, die Behandlungskosten von mir selbst zu tragen wären.

Im Vorgespräch erfuhr ich, dass die Operation unter lokaler Anästhesie durchgeführt würde und ich noch am gleichen Tag wieder nach Hause fahren kann. Ich sollte mich allerdings von jemandem abholen lassen und nicht selbst Auto fahren. Darüber hinaus erhielt ich die üblichen verpflichtenden Informationen über Risiken und mögliche Komplikationen, zu denen im Wesentlichen Narbenbildung, Dellen, Gefühlsstörungen und Schmerzen gehören können. Außerdem sollte ich einige Tage vorher keine Tabletten einnehmen, die die Blutgerinnung reduzieren können (z.B. Aspirin) und möglichst nicht rauchen, um keine Probleme mit der Wundheilung zu bekommen. Für die erste Zeit nach dem Eingriff wurde mir geraten, mich nicht der Sonne auszusetzen, um keine Pigmentstörung zu riskieren.

Am Operationstag wurden meine Oberschenkel zunächst großflächig mit Jod eingerieben. Ich musste mich bäuchlings auf den Behandlungstisch legen, und bekam Spritzen mit einem Gemisch aus einer Kochsalzlösung und einem Betäubungsmittel in die Außenseite der Oberschenkel. Danach musste ich etwa zwanzig Minuten warten.
Anschließend wurden einige winzige Hauteinschnitte gesetzt und mit einem so genannten Absaugrohr das Fettgewebe aus den Oberschenkeln entfernt. Der Eingriff selbst war schmerzfrei. Pro Seite wurden etwa 1,5 Liter Fettgewebe abgesaugt. Die Operation dauerte insgesamt knapp vier Stunden.

Am Tag nach der Operation nässten die Einschnitte an den Beinen. Dies wurde mir als ein normaler Vorgang angekündigt, da es sich bei der Flüssigkeit um die überschüssige Kochsalzlösung handelt, die aus den kleinen Einschnitten herauslief. Auch hatte ich starke Blutergüsse an den Oberschenkeln, die allerdings von Tag zu Tag heller wurden und nach etwa zehn Tagen vollständig abgeheilt waren. Zu Beginn konnte ich noch einige kleine Dellen erkennen, die nach einem Monat vollkommen zurückgebildet waren. Diese vier Wochen gelten als schnell, da sich erst ein halbes Jahr nach der Operation endgültig etwas über den Umfang des Erfolges sagen lässt. Schmerzen hatte ich keine, jedoch in den ersten Tagen ein starkes Ziehen, ähnlich einem Muskelkater und einen leichten Juckreiz rund um das behandelte Hautareal.

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